Steiermark heute, 12.2.2026
ORF ON
Erstmals Schüler wegen KI-Sexbildern suspendiert
Erstmals ist an einer steirischen Schule ein Schüler aufgeflogen, weil er zuerst Fotos von Mitschülerinnen gemacht und daraus mithilfe von KI sexualisierte Bilder erstellt haben soll. Die Bildungsdirektion bestätigt den Fall. Der Schüler wurde suspendiert.
Der ORF befragt zur rechtlichen Einordnung den Experten Dr. Stefan Schoeller.
Transkript:
[…]
Auch wenn das Thema KI neu ist, die bestehenden Gesetze im Zivilrecht und im Strafrecht greifen.
Stefan Schoeller, Rechtsanwalt: „Es ist ein Offizialdelikt, diese Art der Verfolgung und die Verwendung von einem Bildnis unter Verfremdung und das Ganze dann hochzuladen, sexualisiert in einem Computersystem, ist ein Strafdelikt. Hier wird also der Staatsanwalt prüfen müssen, ob eine Verantwortung des jungen Mannes gegeben ist. Parallel dazu kann die Betroffene – das Opfer selbst – gemeinsam mit ihren Eltern und allenfalls auch einem Pflegschaftsgericht zivilrechtliche Konsequenzen verursachen.“
Und das kann teuer werden:
„Wir reden hier über den Schutz des eigenen Bildnisses – zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Die Streitwerte, nach dem sich die Gebühren bemessen und die Anwaltskosten liegen bei über 50.000 Euro. Das heißt, das Verfahren selbst ist teuer und es ist ein Entschädigungsantrag zu befürchten.“
[…]
Beitrag verfügbar auf ORF ON bis 14.3.2026 unter: https://on.orf.at/video/14311376/16035603/erstmals-schueler-wegen-ki-sexbildern-suspendiert


